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    Aus dem umfangreichen Informationsmaterial des Tierzahnzentrums und der Tierärztlichen Kleintierklinik haben bieten Ihnen hier Unterlagen an, die im Zusamm ...
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Zentrum für
Tierzahnheilkunde
der Tierklinik Aachen

Trierer Str. 652-658

52078 Aachen

 
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Mo., Di., Do., Fr.:
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Mi.:
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0241/928660

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Kieferchirurgie

1. Zahnextraktion

Die Zahnextraktion ist die häufigste zahnchirurgische Maßnahme. Bei der Extraktion sind die z.T. mehrere Zentimeter langen Wurzel vorsichtig aus dem Knochen zu lösen. Mehrwurzelige Zähne werden zur Schonung der Kieferknochen vorher in Fragmente geteilt, die stets nur noch eine Wurzeln umfassen. Die Teile können dann vorsichtig und schonend gezogen werden. Insbesondere bei den Eckzähnen gelingt die Extraktion gelegentlich nur, wenn die Außenseite des knöchernen Zahnfaches weggefräst wird. Durch spezielle Extraktionsverfahren kann ein Auffräsen des Knochens den meisten Tieren bei deutlich geringerem Aufwand erspart werden. Werden Milchzähne extrahiert, darf der daneben oder darunter liegende bleibende Zahn nicht geschädigt werden. Komplizierte Zahnfrakturen bis in den Wurzelbereich können die Zahnextraktion erheblich erschweren. Gelegentlich gibt es auch beim Hund Karies. Sie kann die Extraktion notwendig machen.

2. Parodontalchirurgie

Der Schwund von Zahnfleisch, Zahnhalteapparat und Zahnfach an der Zahnwurzel wird als Parodontose bezeichnet. Die Parodontose ist der wichtigste Grund für Zahnverlust beim Hund. Der Zahnpflege und Zahnsteinentfernung kommt daher große Bedeutung zu. Ist der Schwund bereits eingetreten, kann die Parodontalchirurgie das Fortschreiten verlangsamen, sie kann sogar in vielen Fällen das Zahnfleisch wiederherstellen. Mittels gelenkter Geweberegeneration kann der Zahnhalteapparat sogar wieder aufgebaut werden. Bleiben nach Zahnextraktionen oder als Folge von Druckstellen oder Verletzungen oronasale Fisteln (Verbindungen zwischen Mund- und Nasenhöhle) zurück, können sie mit der Transplantationstechnik der "Doppelten Deckung" mit Hilfe von Gaumen- und Lefzenschleimhaut wieder verschlossen werden.

3. Zahnwurzelchirurgie

Zähne mit Wurzelspitzenentzündungen und -abszessen können erhalten werden, wenn der Knochen des Wurzelbereiches saniert und der Zahn gefüllt wird. Hierzu wird der Wurzelbereich eröffnet und eine Wurzelspitzenresektion durchgeführt. Kann ein Teil des Zahnes erhalten werden, wird nur die von Krankheitsprozessen betroffene Wurzel gezogen. Der verbleibende Teil des Zahnes kann nach Vitalamputation mit einer Füllung versorgt und damit funktionell erhalten werden.

4. Kieferfrakturen

Nach Unfällen sind Kieferfrakturen häufig. Sie können durch operative Fixation der Knochen mittels Drähten, Cerclagen oder Knochenplatten versorgt werden. In vielen Fällen stellt ein Fixateur externe die beste Versorgung dar, weil er die Kieferbruchstücke ohne Verletzung der im Knochen stehenden Zahnwurzeln verbindet. Werden die in den Knochen verankerten Zähne in einer Kieferplatte befestigt, kann in vielen Fällen ebenso eine stabile Fixation erreicht werden. Dieses Verfahren vermeidet die Verletzung der Zahnwurzeln, Nerven und Gefäße des Kopfes.

5. FORL (feline odontoklastische resorptive Läsionen, neck lesions)

Bei etwa der Hälfte der Katzen über 5 Jahren weisen einzelne oder mehrere Zähne sehr schmerzhafte Defekte auf, bei denen das Dentin soweit aufgelöst werden kann, dass die Pulpa freigelegt wird. Meistens beginnen die Veränderungen an der Zahnfleischgrenze im Zahnwurzelbereich, sodass sie oft erst im Röntgenbild dargestellt werden können. Zähne mit geringgradigen Veränderungen müssen noch nicht behandelt werden. Die Erkrankung schreitet aber fort. Sobald Zahnschmerzen auftreten, womit spätestens bei tieferen Dentinwunden zu rechnen ist, müssen die Zähne zur Beseitigung des Schmerzes gezogen werden. Füllungen sind zwar möglich. Sie haben aber weder die Schmerzhaftigkeit reduziert noch die Krankheitsentwicklung verzögert. So sind sie als wirkungslose Maßnahmen inzwischen nicht mehr empfohlen.

 

 

 

 

  

 

Zentrum für Tierzahnheilkunde
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