Downloads

    Aus dem umfangreichen Informationsmaterial des Tierzahnzentrums und der Tierärztlichen Kleintierklinik haben bieten Ihnen hier Unterlagen an, die im Zusamm ...

    Stomatologie

    Entzündliche Erkrankungen der Maulschleimhaut werden als Stomatitis bezeichnet. Sowohl örtliche Erkrankungen als auch Allgemeinerkrankungen können Auswirk ...
IMG_0028.jpg

 

Zentrum für
Tierzahnheilkunde
der Tierklinik Aachen

Trierer Str. 652-658

52078 Aachen

 
Sprechzeiten:
Mo., Di., Do., Fr.:
9.00 - 12.00 h
15.00 - 19.00 h
Mi.:
9.00 - 12.00 h
17.00 - 19.00 h
Sa.:
11.00 - 12.00 h

Terminvereinbarung:

0241/928660

aus dem Ausland:

0049-241-928660

 

 Logo DGT

EVDS-Logo

GVP-Logo

 

 

 

 

Parodontologie

Der Zahnhalteapparat aus Zahnfleisch, parodontalen Fasern, Wurzelzement und knöchernem Zahnfach wird Periodontium oder Parodont genannt. Die Parodontologie will das Periodontium gesund erhalten. Warum ist das eines der wichtigsten Themen in der Tierzahnheilkunde? Weil beim Hund weit über 90% aller Zähne aufgrund von Schäden des Parodonts verloren gehen und nicht - wie beim Menschen - durch Schädigung des Zahnes selbst.

Beim Hund gehen mehr als 90% aller Zähne durch
 Parodontalerkrankungen verloren.

Wie kommt es dazu?
Durch Zahnsteinbildung kommt es zur Entzündung des Zahnfleisches, die durch Schwellung und
Rötung auffällt (mittlere Abbildung). Später greift die Entzündung auf den Knochen der Alveole
über (Abbildung rechts). Der Knochen weicht zurück (horizontaler Knochenschwund). Der Zahn
verliert seinen Halt zunehmend und fällt schließlich aus!

     
       

 

Parondotale Veränderungen beginnen häufig schon im 2. Lebensjahr. Mit 5 Jahren weisen 80% aller Hunde fortgeschrittene, krankhafte Veränderungen des Periodontiums auf. Den Zahnbelag können Sie als weiß- oder gelbliche Schicht auf den Zähnen Ihres Haustieres erkennen. Diese schmierige Schicht lässt sich mit dem Finger oder einer Zahnbürste noch abwischen. Verkalkt der Belag, entsteht harter Zahnstein bis weit unter die Zahnfleischgrenze, der nur noch in Narkose mit entsprechenden Instrumenten entfernt werden kann.

 

Im Zahnbelag sind Bakterien enthalten, die nicht nur die Zähne und das Zahnfleisch schädigen, sondern auch in weiter entfernte Organe streuen und z.B. Herz-, Nieren- oder Lebererkrankungen führen können. Damit haben Entzündungen in der Maulhöhle weitreichende Auswirkungen auf den ganzen Körper. So in Mitleidenschaft gezogen, wirken die Tiere müde und apathisch, spielen weniger und ziehen sich zurück.

Im langsam zunehmenden Zahnbelag finden sich reizende und den Zahnhalteapparat schädigende chemische Stoffe sowie Bakterien. Die dadurch ausgelöste Entzündung (Parodontitis, Parodontose) dringt tief in das Zahnfach ein, führt zu Zahnfleisch- und Knochenschwund und lockert den Verbund von Zahnfleisch, Zahn und Knochen. Im Laufe der Zeit führen sie zu irreparablen Veränderungen.

Unsere Haustiere zeigen erstaunlich wenig Schmerzäußerungen selbst bei sehr schwerwiegenden Erkrankungen der Mundhöhle. Der schleichende Charakter der Erkrankung zeigt sich in vielen Fällen nur durch vermehrten Mundgeruch. Ist das Problem gelöst, werden die Tiere munterer und spielen wieder mehr, der Zahnverlust wird gestoppt. Ohne gewissenhafte Parodontalbehandlung ist das Problem nicht zu lösen.

In unserer Klinik wird mit Ultraschall der Zahnstein sanft aber gründlich entfernt, anschließend wird der Zahnschmelz mit Hilfe geeigneter Prophylaxepasten mikrofein geglättet und fluoridiert. Veränderungen unter der Zahnfleischgrenze werden sorgfältig sondiert, nötigenfalls durch eine hochauflösende, dentale Röntgenaufnahme weiter abgeklärt und durch Scaling und Wurzelglättung der Hartgewebe und Kürettage der Weichteile und Resektion von Taschen saniert. Bei der Taschensanierung verwenden wir Hochfrequenzchirurgie und Zahnlaser verschiedener Wellenlängen, die das Gewebe schonend millimetergenau abtragen, ohne darunterliegende Zahnhartgewebe zu schädigen. So entsteht eine erhebliche Verbesserung des Zahnstatus, der vom Tierhalter durch anschließende Pflege möglichst lange erhalten werden sollte.

Ist der Zahnhalteapparat zu weniger als 50% geschädigt, kann mittels Gelenkter Geweberegeneration (GTR) neuer Alveolarknochen aufgebaut und die Verankerung gelockerter Zähne zurückgewonnen werden. Die Ergebnisse werden durch Interdentalschienung mit Hilfe von Glasfasernetzen verbessert, die in Adhäsivtechnik auf die Zahnrückseite geklebt werden können. Ist der Zahnhalteapparat stärker geschädigt, kann nur noch die Zahnextraktion wieder hygienische Verhältnisse herstellen und Schmerzen bei Fressen und Spiel beseitigen.

Auf diese Weise erhalten die Tiere ihre Lebensqualität zurück. Erst das entzündungsfreie Zahnfleisch ermöglicht Ihnen wieder Zahnpflegemaßnahmen.

           

Zentrum für Tierzahnheilkunde
Tierärztliche Kleintierklinik Aachen
Trierer Str. 652-658, 52078 Aachen
Tel. 0241/928660
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.tierzahnarzt-aachen.de